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Kategorien/Categories:    ›Transatlantic‹  ›Lifestyle‹  ›DE‹   –  20.03.2013

Das Leben der Anderen


Man kann über Google Streetview denken was man will, der virteulle Reisespion hat nun ganz neue Höhen erreicht: mit Hilfe des interaktiven Tools lassen sich neuerdings die höchsten Gipfel der Welt erklimmen.

Die „Seven Summits“, das Mekka der hardcore Bergsteiger: einmal jeden der höchsten Gipfel auf allen Kontinenten der Welt erklimmen. Die Riege dieser Kletter-Elite wächst zwar von Jahr zu Jahr an, aber mal ehrlich, wer von uns wird je so weit und so hoch kommen?

view of Everest base campGoogle hat jetzt Abhilfe geschafft: seit neustem kann man mit Hilfe von Google Maps und Streetview die Gipfel dieser herausragenden Destinationen virtuell bezwingen, ganz gemütlich vom heimatlichen Sessel aus. Da gibt es Rundumblicke von den berühmten Base Camps zu Füßen von Everest oder Aconcagua (dem höchsten Gipfel Amerikas in Argentinien), man kann das entlegene tibetanische Tengboche Kloster erkunden, wo Bergsteiger um einen sicheren Everest-Aufstieg bitten, oder die spektakuläre Aussicht vom Lava Tower beim Aufstieg auf den Kilimandscharo genießen.

Natürlich fehlen Wind und Wetter, Gefahren wie Steinschläge und Gletscherspalten, sowie auch das euphorische Glücksgefühl auf dem Gipfel, um die Erfahrung wirklich realistisch zu machen. Aber das ist den wenigsten von uns vorbehalten. Und angesichts der wachsenden Müllberge, die sich etwa rund um Everest vom ständig zunehmenden Gipfeltourismus ansammeln (mehr als 4.000 Bergsteiger hinterließen rund 50 Tonnen Müll seit dem ersten Aufstieg 1953) scheint es sinnvoll, diese zerbrechlichen Bergwelten nicht noch weiter zu belasten. Schließlich hat ein wenig abenteuerliches Leben durch die Augen anderer noch niemandem geschadet, oder?


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